Hightech im Dom

Virtual Reality bringt uns an Orte, an die wir sonst nicht kämen. Eine Zeitreise, ein Privatkonzert bei Nacht, ein Flug zu Orgelmusik, Flanieren zwischen aussortierten Steinstatuen und Beichtstühlen – ein jahrhundertealtes Wahrzeichen trifft auf High-Tech.

Die Grenzen von 360° und Virtual Reality auszuloten – erzählerisch und technisch, in einzelnen Episoden mit unterschiedlichen Schwerpunkten – das ist das Ziel des WDR bei diesem Projekt. Während der Orgelflug mit 360°-Akustik experimentiert, zeigt die Zeitreise, wie real künstliche Welten wirken können, die virtuell erzeugt wurden. Beim Besuch in der Dombauhütte verstärkten wir das Gefühl, inmitten der Bildhauerwerkstatt zu stehen, indem die 360°-Videos zusätzlich in 3D (stereoskopisch) aufgenommen wurden.

Viele Inhalte entfalten ihre immersive Wucht – also das Gefühl, sich wirklich im Mittelpunkt des Geschehens zu befinden – wenn sie in einer VR-Brille betrachtet werden.

In einer Episode hilft moderne Photogrammetrie-Technik dabei, Geschichte nicht nur erlebbar, sondern auch begehbar zu machen: Durch die computergestützte Verrechnung tausender Fotos zu einem 3D-Modell kann man sich nicht nur im Dom umschauen, sondern auch frei bewegen, ähnlich wie in einem Computerspiel. So können selbst diejenigen den Dom begehen, die tausende Kilometer entfernt sind. (Allerdings ist für diesen virtuellen „Gang“ eine besonders leistungsstarke VR-Brille nötig (die HTC Vive oder die Oculus Rift).

Der WDR geht mit diesem Projekt ganz bewusst an die Grenzen des aktuell technisch machbaren. Trotzdem sind fast alle unserer Inhalte für jeden Internetnutzer verfügbar. Neben dieser browserbasierten Seite, auf der wir alle Inhalte so präsentieren, dass sie im Kern auch ohne VR-Brille konsumierbar sind, wird es eine App für fünf unterschiedliche Plattformen geben, auf denen VR-Inhalte derzeit abrufbar sind.